Dämmungserneuerung eines Kaltdaches

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raceboy65
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Dämmungserneuerung eines Kaltdaches

Beitrag von raceboy65 » 13.12.2019, 19:48

Hallo,

Ich bin neu hier im Forum, und habe eine recht spezielle Frage, auf die ich bisher leider keine Antwort gefunden habe.

Wir haben ein 28 Jahre altes Haus gekauft. In allen Zimmern im Dachgeschoss werden die Decken erneuert. In diesem Zuge denke ich darüber nach, die Dämmung gegen eine neue zu tauschen mit besseren Dämmeigenschaften (Wärmeleitklasse 32). Da bin ich dann auch sicher was die Inhaltsstoffe (KMF) und die saubere Verlegung angeht.

Da es sich um ein Kaltdach handelt (Sparrenhöhe 18cm, Dämmung 14cm, Lüftungsebene 4cm), würde ich gerne wieder 14cm einbauen, um beim Kaltdach zu bleiben.

Was muss ich bezüglich der ENEV hier beachten? Ich komme unter die sowieso schon erfüllten 0,3 W/m2K, aber die 0,24 zu erreichen wird so nicht möglich sein. Ist das mit der Lüftungsebene als technisches Limit in Ordnung, bzw. Gilt hier die 10% Regel, wenn ich die Ziegel nicht anfasse?

Gruss und Danke

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Socko
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Re: Dämmungserneuerung eines Kaltdaches

Beitrag von Socko » 14.12.2019, 11:59

Gemäß diesen "Verordnungen" muss man auf den aktuell vorgeschriebenen U-Wert anheben. Und da reichen 16cm sicher nicht.

Aber du denkst im Gegensatz zu vielen ganz richtig. Bei einem Kaltdach braucht man ausreichend Hinterlüftung. Also ist 14cm 32er "Dämmmatte" die richtige Lösung. Vorteile im Sinne der Wirtschaftlichkeit hat das Vorhaben aber nicht. Die "Einsparung" (GELD) ist nicht gegeben bei der geringfügigen Energieeinsparung.

Starren auf Energie macht keine Wirtschaftlichkeit, wirtschaftlich ist, wenn, die GESAMTE Investitionssumme nach zehn (10) Jahren über Einsparung amortisiert ist.

Also: Planung (Stundensatz), Material (+MwSt), Arbeitszeit (Brutto) vs. Einsparung in 10 Jahren.

Ergo, wenn du es keinem erzählst und keine Fördermittel beantragst ist alles gut, wenn Fördermittel - dann - das volle unsinnige Programm.
Gruß

Socko

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raceboy65
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Re: Dämmungserneuerung eines Kaltdaches

Beitrag von raceboy65 » 19.12.2019, 19:41

Hallo Socko,

Grundsätzlich hast Du recht, mir geht es allerdings nicht nur ums Rechnen.

Ich habe mehrere Aspekte, warum ich die Dämmung erneuern möchte:

1. Dämmung vor 96 kann KMF enthalten
2. Die Dämmung ist schlecht und unsauber verlegt, ein "Flicken" wäre viel aufwändiger und mit schlechterem Ergebnis
3. Ich will schon etwas Dämmwirkung gewinnen, deswegen denke ich auch über eine 30mm Untersparrendämmung nach, wenn ich sowieso schon dran bin.

In sofern werde ich das Geld gerne investieren, es bringt ja auch einen guten Effekt.

Gruss

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Socko
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Re: Dämmungserneuerung eines Kaltdaches

Beitrag von Socko » 26.12.2019, 22:06

Schön das du es realistisch siehst. Untersparrendämmung wäre eine gute Möglichkeit die Dämmung zu verbessern. Dann aber auch gut auf die Dampfsperre achten. Die Wandanschlüsse müssen stimmen sonst gibt es Randdiffusion und die Feuchte bleibt in der Dämmung was zum einen Schimmel machen kann aber auch die Dämmung unwirksam macht.
Gruß

Socko

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