Energieausweis. Gute oder schlechte Werte

Hier geht es um den verbrauchsorientierten / bedarfsorientierten Energieausweis (Energiepaß) – Kosten, Formulare, Energieeinsparverordnung (EnEV), usw.
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Power_1971
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Energieausweis. Gute oder schlechte Werte

Beitrag von Power_1971 » 10.01.2013, 16:17

Hallo

Seit kurzem haben wir ein Haus gekauft.

Der ehemalige Vorbesitzer hat einen Energieausweis erstellen lassen.
Dieser ist von Jahr 2011. Also noch relativ neu.

Die Werte verstehe ich leider nicht richtig.
Dort steht.
Endenergiebedarf: 119 kWh (m2-a)
Primärenergiebedarf "Gesamtenergieeffizienz" 308 kWh (m2-a)
Was genau heißt das ?
Ist das gut oder schlecht ?

Wir haben folgende Zählerstände mit der Elektro Fussbodenheizung:
01.01.2012 waren dies 128.376,3
31.12.2012 waren dies 155,522,0
bei einer Wohnfläche von 122 qm.
Dies ist enorm viel.

Aber da kann doch was mit dem Energieausweis nicht stimmen ???
Bin da ratlos.
Wie gesagt, der Energieausweis ist vom Vorbesitzer.
Dieser hat vermute ich mal weniger geheizt wie wir.

Aber können die Zahlen auf dem Energieausweis stimmen ?
Endenergiebedarf: 119 kWh (m2-a)
Primärenergiebedarf "Gesamtenergieeffizienz" 308 kWh (m2-a)
Ist das viel, mittelmäßig oder wenig. Ich weis es wirklich nicht.

Bitte ein paar Tips. Danke

Solarier
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Re: Energieausweis. Gute oder schlechte Werte

Beitrag von Solarier » 10.01.2013, 19:19

Ein Energieausweis ist nur so gut, wie derjenige der in erstellt, bzw. das Zahlenmaterial ausfällt. Wo nur geschätzt wird, kann die Realität stark abweichen.

Weiterhin ist so ein ermittelter Wert ein Durchschnittlicher für das Haus - NICHT die Bewohner. Kommt ein kalter Winter oder jemand, der es gerne warm hat, kann der Verbrauch natürlich auch höher liegen. Ich brauche auf 100 km mit meinem Wagen knapp 5 l, Andere würden sicherlich 6 verbrauchen = 20% mehr, evtl. noch mehr, wenn sie 150 statt 100 fahren...

Da Strom nicht aus der Steckdose und meist nicht aus Sonne oder Wind, sondern im Mix aus Öl, Kohle & Co. kommt, muss man den "Primär-Energiebedarf" sehen - also die Menge Energie die benötigt wird, um diesen Strom zu erzeugen. Diese ist zwei bis dreimal höher (je nach Ansatz)

Natürlich wäre der Wert viel und die sich daraus ergebende Stromrechnung sehr hoch (ca. das Zehnfache von meiner). Aber wenn eben "komfortabel" oder auch "gedankenlos" geheizt wird, kann so ein Wert zusammen kommen.

Es hat aber auch schon Zähler oder Heizungsregelungen gegeben, die eine Macke haben und Mitschuld an solchen Verschwendungen haben. Daher dies mal checken und z.B. tägliche Zahlen, Temperaturen, u.s.w. genau notieren. Bleiben Werte ähnlich, obwohl, wie aktuell, eine Heizung nur wenig laufen muss, hat man einen Ansatz.



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